Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein wissenschaftliches fundiertes Heilverfahren. Es wird davon ausgegangen, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Ein Ungleichgewicht kann Krankheiten, Symptome oder Leidenszustände verursachen.

In Österreich gibt es 23 verschiedene psychotherapeutischen Methoden. Man kann sie in vier groben Richtungen unterteilen:

  • Tiefenpsychologisch-psychodynamisch
  • humanistisch
  • systemisch
  • verhaltenstherapeutisch

Was heißt „Systemische Familientherapie“?

Neben der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse ist der systemische Ansatz der am meisten genutzten Therapierichtungen. Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, welches sich durch eine Vielzahl von Modellen und Ansätzen auszeichnet.

Systemische Psychotherapie arbeitet mit:

  • Einzelpersonen
  • Paaren
  • Familien
  • Helfersystemen
  • Organisationen

 

Haltungen von systemischen Psychotherapeutinnen:

Die systemische Haltung geht davon aus, dass in der Klientin Ressourcen re-aktiviert werden können um in Selbstorganisation hilfreiches Handeln wieder selbst gestalten zu können.

Methodik:

Die systemischen Methoden sind vielfältig und Abwechslungsreich. Im besonderen Fokus steht die Zielfindung. Denn wer sein Ziel kennt, findet einen Weg!

Wann kann für Sie eine Psychotherapie hilfreich sein?

Einerseits kann Psychotherapie bei diversen psychiatrischen Diagnosen wie:

  • Depression
  • Manie
  • Burnout
  • Sucht
  • Angst- und Panikattacken

hilfreich sein.

Andererseits befinden sich Menschen oft in schwierigen Lebenssituationen wie:

  • belastende Umbruchsituationen (z. B. Scheidung, Trennung, Tod von Angehörigen)
  • Sinnkrisen/ suizidale Krisen
  • Selbstwertprobleme
  • schwierige Beziehungen
  • psychosomatische Beschwerden (Schmerz, chronische Erschöpfung, körperliche Beschwerden, die nach ärztlicher Untersuchung keine ausreichende Erklärung finden)
  • Chronische körperliche Erkrankungen mit begleitenden psychischen Beschwerden (z. B. Rheuma, Darmerkrankungen, Krebs)
  • Trauma/Belastungsstörungen

dann könnte jetzt ein passender Zeitpunkt für den Start einer Psychotherapie sein.

Vielleicht erkennen Sie sich aber anhand einiger Aussagen wieder:

  • Ich fühle mich meist überfordert, müde, lustlos, erschöpft.
  • Ich bin oft traurig, niedergeschlagen und empfinde keine Lust am Leben.
  • Ich bin einsam und habe keine sozialen Kontakte.
  • Ich habe immer wieder (große) Schwierigkeiten im Austausch mit anderen Menschen.
  • Ich habe (ziemliche) Angst (z.B. in Verkehrsmitteln, vor Prüfungen).
  • Ich habe des Öfteren und länger anhaltende Gefühle von Schuld, Scham, Unzulänglichkeit
  • Mir kommt vor, dass ich verfolgt oder fremdbestimmt werde.
  • Ich kann seit längerem und auch derzeit nur mehr mit Medikamenten (Psychopharmaka, Aufputschmittel, Schlafmittel) ein halbwegs „angenehmes“ Leben führen.
  • Ich habe Schmerzen und fühle mich nicht gesund, jedoch findet mein Arzt (oder mehrere Ärzte) keine oder unzureichende organische Erklärungen dafür.
  • Ich lebe (seit längerem) in einer Partnerschaft, jedoch ist diese wenig förderlich für mich.
  • Ich befinde mich gerade in einer belastenden Lebenssituation (u.a. Scheidung/Trennung, schwere Krankheit, Tod eines geliebten Menschen, …).
  • Ich bin süchtig nach …Essen, Liebe, Spielen, Drogen, Medikamente.
  • Ich verspüre einen innerlichen Zwang, ständig dasselbe zu denken oder zu tun.
  • Es gibt oft Schwierigkeiten mit meinem Kind und ich weiß im Moment nicht mehr, was ich noch tun soll.

 

Manchmal finden sich auch Menschen in folgender Situation wieder:

  • ICH nehme mir etwas vor, aber ich schaffe ES nicht!
  • ICH will Rauchen aufhören, aber ES geht nicht!
  • ICH will nein sagen, aber ES gelingt mir nicht!
  • ICH möchte mich verändern, aber ES gelingt mir nicht!

 

Sie haben sich ein Ziel gesetzt, aber irgendetwas hält Sie davon ab. 

Ein Teil von Ihnen sagt:

ICH möchte, aber ein anderer Teil (ES) hält Sie davon ab, dies umzusetzen? Scheinbar gibt es mehrere Teile und einer oder mehrere Teile verweigern Ihnen die Mitarbeit.

Hier kann die Psychotherapie eine hilfreiche Unterstützung bieten um einerseits Ihre Ziele genau zu betrachten, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie sie auch erreichen können. Andererseits benötigt die andere Seite oft Unterstützung und Wertschätzung. Oft geht dies einher mit einer Stärkung Ihres Selbstwertes.

Die Psychotherapie kann aber natürlich auch genutzt werden um die persönliche Entwicklung zu reflektieren.

Dauer:

Wahrscheinlich eine der am häufigsten gestellten Fragen! Aber leider kann man sie nicht pauschal beantworten.

Jedoch kann man sagen:

So kurz wie möglich, so lange wie nötig!

Generell ist die systemische Familientherapie ein lösungsorientierter Ansatz und wird den Kurzzeittherapien zugeordnet.

Die Dauer der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Komplexität des Problems, den vorhandenen Ressourcen der Klientin, den zu erarbeitenden Zielen.

 

Benötigen Sie noch mehr Informationen, bitte kontaktieren Sie mich; gerne auch zu einem unverbindlichen Erstgespräch.  

Sie können mich natürlich auch zu weiteren Informationen kontaktieren.

Ich würde mich freuen, Sie auf dem psychotherapeutischen Prozess begleiten zu dürfen!

 

Verschwiegenheitspflicht:

Jede/r PsychotherapeutIn unterliegt der Verschwiegenheitspflicht: „Der Psychotherapeut sowie seine Hilfspersonen sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet“ (§15 PthG).